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Mittwoch, 28. August 2019

Es ist wieder eine Wohnung frei

Eigentlich ist das Haus in dem ich wohne ruhig, wären da nicht zwei Nachbarn, bzw. eine Nachbarin die immer irgendwie für Unruhe sorgen. Den zweiten Nachbarn möchte ich allerdings auch nicht unter den Tisch fallen lassen.

Beide erwähnte sind im Rentenalter und ergänzen sich prima.

Sie ist so eine Gift und Galle sprühende Dame wenn es um den anderen erwähnten Nachbarn geht, oder um die bösen Bäume auf die Sie allergisch reagiert und er ist (zumindest nehme ich es an) aus traurigen Anlass Alkoholiker geworden. Er verlor seine Frau vor etwa vier Jahren, fing mit dem Saufen an und daraufhin wollten seine beiden Teenager Kinder auch nicht mehr wirklich was von ihm wissen und sind zu Verwandten gezogen.

Zu Ihm zuerst...
In dem Fall bin ich immer hin und her gerissen ob ich mit Ihm Mitleid haben soll. Das mit seiner Frau ist sehr traurig, aber das er später im besoffenen Kopf dauernd seine Kinder angemeckert hat, oder wenn seine Tochter es wagte etwas später als 21 Uhr Zuhause zu erscheinen war auf dauer zuviel. Das sein Sohn mehrfach vor der Wohnung stand weil er einfach keinen Schlüssel bekommen hat, während sein Vater sich vermutlich in Kneipen herumgetrieben hat war noch so eine Hausnummer.

Wie es mit Menschen so ist die sich gehen lassen kam es schon zweimal vor das er etwas auf dem Herd vergessen hat und das die Rauchmelder ausgelöst hat. Beim ersten Mal wurde es zum Glück bemerkt und ich musste Ihm nur dabei helfen die Rauchmelder wieder zurück zu setzen (nachdem er angefangen hatte die Teile von der Decke zu fummeln weil er sich anders nicht zu helfen wusste).

Beim zweiten Mal war es leider so heftig das die Feuerwehr kommen musste um einen Schwelbrand auf dem Herd zu löschen, am vierten Advent, auf einem Sonntag. Das hat noch stärker an Sympathiepunkte gekostet gelinde gesagt.

Keine Ahnung ob es am Alkohol oder dem Alter liegt, aber er scheint so langsam dement zu werden, oder wie nennt man den Zustand wenn man sich anfängt Dinge einzubilden?

Sagen wir Mal so ich wurde eines Nachts wach weil eine Polizeistreife Ihm eine Axt abnehmen musste mit der er draußen herumlief um nach Menschen zu suchen die Ihn bedrängt (?) haben sollen. Ich schlafe nicht so sonderlich fest und als ich etwa eine Stunde vorher schlafen ging war es auf der Straße für meine Gegend relativ ruhig.

Nun machen sich natürlich die anderen Nachbarn mir inklusive Gedanken wohin das noch führen soll. Gestern schienen immerhin Verwandte von Ihm erschienen zu sein die mit Ihm sprachen. Ob er nun in betreutes Wohnen kommt bleibt ab zu warten.

Zu der Nachbarin komme ich im nächsten Eintrag.

Freitag, 4. Mai 2018

Sicherheitshinweise die bestimmt Jeder beachtet

Letztens im Bad kurz vor dem Weg zur Arbeit, gabt es einen nachdenklichen Moment.

Wirbt nicht jeder Deo Hersteller damit das üble Gerüche für 24, bzw. 48 Stunden unterdrückt werden? Abgesehen davon das manche so regelrecht danach stinken als hätten Sie eine Wanne von dem Zeugs voll in das jeden Tag gesprungen wird bevor Sie das Haus verlassen.

Was muss in dem Wunderzeugs sein das es so ist und ist es nicht irgendwie dumm wenn man sich damit gefühlt eine Minute an strategischen Stellen einsprüht und dann noch normal dabei Atmet?

Ich lese mir also die Sicherheithinweise auf der Rückseite der Sprühdose durch.  Nur in gut gelüfteten Räumen verwenden. In einem kleinen Badezimmer und dann am besten noch im Winter mit zweistelligen Minusgraden Draußen. Wer zum Geier macht das denn regelmäßig?

Es verschließt ja nur die Poren damit man nicht schwitzt, das wird schon keine Lungenbläschen betreffen oder? Tief einatmen dabei, es riecht ja so gut. Ich befürchte um so etwas machen sich zu wenige Menschen wirklich Gedanken, aber das wäre glaube ich so als würde man bei der Betriebsanleitung eines Sportwagens dazu schreiben, das man nicht zu schnell fahren sollte.

Genauso sinnvoll wie wiederverschließbare Schokoladeverpackungen.


Mittwoch, 6. Dezember 2017

Alle Jahre wieder (voller Kischees)

Man merkt es in der Luft nicht nur wegen dem Herbst/Winterwetter, oder weil sich die Stromkonzerne freuen weil es auch länger Dunkel bleibt und früher wird.

In den kommenen Tagen werden die Leute immer unenstpannter, schneller reizbarer und Radio kann man auch nicht mehr lange hören weil immer häufiger der Fluch der Weihnachtszeit gespielt wird. Last Christmas, mehr muss man nicht sagen.

Damit der durchschnitts Dödel (Gender unspezifisch natürlich) für seine mit Menschen die Geschenke zusammen raffen kann wird ein Stress erzeugt der seines Gleichen sucht. Wobei man sagen muss das es dank Onlinehandel etwas weniger geworden ist. Hier sorgen echt mies bezahlte verschieden farbene "Wichtel" ja für das ausliefern. Wie kleine Kinder wohl reagieren würden wenn Santas little Helper nicht als fröhlich gelaunten in beissend Grün/Rot gekleidet Elfen dargestellt würden sondern realistisch als unrasierte, "interessant" riechende Männer mit nicht gerade einser, oder zweier Schnitt auf den letzten Zeugnis?

Ja es ist auch wieder Zeit für fragwürdige Weihnachtsdekorationen an den Häusern. Meine Favoriten sind trist gestrichene Häuserfassaden mit hässlichen Stoffweihnachtsmännern die aussehen als hätten Sie sich an den Fassen erhangen und würden sie nicht versuchen zu erklimmen.

Bunt hysterisch blinkende Lichterketten und anderer Funzelkram, das die Flugsicherheit wieder Mal per Rundmail darauf hinweist sich doch bitte an die Flughäfen zu halten und nicht zu versuchen in den Vorgärten zu landen.

Als Kind wurde man so viel mit Werbung zugeballert (als das Kinderfernsehn noch halbwegs gut war) das ich erst dann wenigstens etwas in Weihachststimmung komme, wenn in der Coke Werbung der rot- weisse Truck Convoy durch verschneite dunkle Bilderbuchlandschaften und saubere geschmückte Strassenzüge fährt und ein leiser Chors "Holiday is comming" intorniert. 

Ich bin kein Weihnachtsmuffel, auch wenn der Verdacht aufkommt, ich mag nur den Kommerz und die gekünstelte Stimmung nicht.

Freitag, 6. Januar 2017

Die ungeliebten Helden des Alltags

Es gibt viele Sachen und Menschen die man im täglichen Leben vergisst, oder ausblendet. Ich hatte mich in älteren Blogs mal über die unbesungenen Helden ausgelassen, ob es um Polizei, Feuerwehr, Krankenhauspersonal und Pflegepersonal und ähnliches ging. Menschen die trotz Feierabendzeit, Nachts oder an WEs täglich ran müssen, wo wir "normalen" Arbeitnehmer uns nochmal im Bett herumdrehen, in Kneipen und Bars abhängen oder einfach nur faulenzen können.

Gerade im Winter und vor allem wenn die Jahreszeit ihre Bezeichnung mal den Namen verdient gibt es Menschen die mitten in der Nacht schon auf Tour sind, damit wir morgens mit unserem Auto soweit gewohnt zur Arbeit, zum Einkaufen oder Sport kommen. Auch nicht zu vergessen die Leute von der Müllabfuhr, die stunden lang an der Luft malochen, damit wir nicht im eigenen Dreck umkommen. Hat sich gerade im letzten genannten Fall mal einer Gedanken gemacht was wäre wenn wir unseren normalen Haus oder Sperrmüll selber entsorgen und zur Kippe bringen müssten?

Mir will es echt nicht in den Kopf das solche Berufsgruppen im Strassenverkehr manchmal Feindbild Nummer eins sind. Vorhin wieder im Radio gehört wie Sie Müll und Streudienst Fahrer befragt haben was so im Verkehr abgeht.

Wenn ich selbst unterwegs bin, egal ob zur Arbeit oder auch so ... klar im ersten Moment flucht man immer, oder muss tief, augenrollend durchatmen wenn man hinter so einem Wagen steht, oder schaut wie man daran vorbei huschen kann. Dann aber verfliegt der Ärger schnell wenn ich beobachte wie zum Beispiel Müllwagenbesatzungen bei Wind, Regen und kalten Temperaturen die teils übervollen Mülltonnen herumwuchten.

Ich sitze in meinem gemütlichen Wagen, die Heizung springt gerade wollig an und die armen Schweine müssen aufpassen nicht noch von Deppen angefahren zu werden die mal so garkeine Geduld haben, oder sich... wie sollte es auch anders sein, für den Nabel der Welt halten. Ich gehe mal bewußt nicht auf meine in der Hinsicht beliebten Automarken ein, die vermehrt solche Fahrer haben.

Man muss zugeben, es gibt auch unter den für mich Helden des Alltags Arschl... ich meine .... unfreundliche und unbedachte Leute, die wahrscheinlich extra beknackt stehen/parken, oder sich viel Zeit lassen bei der Behinderung des Verkehrs, aber auf der anderen Seite kann ich auch verstehen wenn so selbst der ruhigste Malocher nach ner Weile der Kragen platzt und man in dem Sinne nur das so zurückt kriegt, was andere Autofahrer versaut haben.

Selbst wenn nun manche sagen ... gerade Strassenreinigungsmitarbeiter sieht man gerne mal länger an einschlägigen Pommes oder normalen Buden stehen, wo sie großzügige Pausen machen. Da muss man aber immer im Hinterkopf haben, das diese Menschen ihren festen Plan haben, körperlich bei Wind und Wetter arbeiten und vielleicht mit ihren Vorgaben so in der Zeit sind das Sie es einfach können.

Es gibt überall schwarze Schafe, aber generell wollte ich einfach mal eine Lanze für diese Berufsgruppen brechen.



Montag, 5. Dezember 2016

Und... Alles gut?

Es gibt keine Smalltalk Phrase die mir mehr auf den Zeiger geht. Häufig kurz nach der Begrüßung, dieses wie aus der Kanone geschossene "Alles Gut?". Fürchterlich sowas. Da wird zwischenzeitlich nicht mal Luft geholt damit man das direkt noch nachlegen kann, bevor man außer Sprechreichweite heraus ist.

Wie oft ich schon überlegte einfach mal Nein zu antworten und dann los zu legen. Oder erst einmal nen Test ob die Gegenseite überhaupt auf ein Nein reagiert, oder schon garnicht mehr zuhört.

Nein nicht alles gut, ich musste bei dem Wetter mein warmes Bett verlassen, in mein Auto setzten und meine Hände waren die ganze Zeit kalt. Die Heizung springt ja erst kurz vor Ende der Fahrt richtig an und ich finde es unheinlich gut wenn mir schlecht eingestellte Scheinwerfer dauernd von Hinten durch den Rückspiegel, oder von Vorne entgegen kommend voll ins Gesicht leuchten.

In meinem Kopf bekam das aber den Nachgeschmack von "Mimimimi" und ich hielt wieder meine Klappe, verzog das Gesicht leicht und antwortete Pflichtbewußt ... Alles Gut.