Dienstag, 7. Februar 2017

Klimawandel, Verschwendung und Flyer

Diese Flyer werden in jeder größeren Firma, Öffentlichen Einrichtungen und Behörden  rumliegen oder per Hauspost verteilt. Je nach Kosten mit bunten Bildern, meterlangen Texten und Statistiken wie sehr man die Kosten und die Natur doch schonen kann wenn nur Jeder seinen kleinen Beitrag bereit wäre zu leisten.

Wie sieht es in der Realität aus? Nur mal ein kleines Beispiel. Bei mir nebenan gibt es ne Art "Kaffeebude", ein sozialraum mit Kaffeemaschine, Beamer an der Decke und nem kleinen PC in der Ecke. Fast jedes Mal wenn ich an dem Büro vorbei komme ist auch volles Licht an, wenn Niemand in dem Raum ist, oder auch der Beamer wird gerne mal angelassen. Ist ja nicht so das dann Strom unnütz verballert wird, oder so eine Beamerlampe mal gerne bis zu 300 Euro kosten kann. Müssen die Kollegen ja selber nicht bezahlen und wir haben es ja.

Wenn man denkt das wäre schon eine Hausmarke so darf man dann erst recht nicht in normale Hörsäle oder Seminarräume gehen. Im Winter sind die Heizungen immer auf volle Kraft und da ist das eingeschaltete Deckenlicht in Lehrpausen ja schon fast das kleinere Übel.

Es macht soviel Spaß bei Störungen in Wintermontur in die Räume zu kommen um keine Minuten später schon direkt zu zerfliessen. Mal abgesehen davon das unsere Technik die dauernde Überheizung auch nicht gerade Lebensverlängernd findet. Muss in dem Sinne ja keiner direkt bezahlen.

Ich bin beleibe kein Heiliger oder Streber was den Stromverbrauch anbelangt. Wie oft ist bei mir an Ermangelung einer Partnerschaft mal das Radio an oder die Glotze. Der PC und die Playstation, aber wenigstens muss ich die Rechnung selber bezahlen und kann mich dann nur selber an den Kopf fassen.

Mit öffentlichen Geldern scheint es aber so zu sein wie mit dem Parken. Wenn du dich wie der letzte Arsch hinstellst und dich dabei keiner erwischt, wird dich auch keiner in den selbigen treten wenn du so parkst das du für zwei Fahrzeuge den Platz belegst.

Na gut auf der anderen Seite muss man auch sagen das hier Rücksicht und die Mühe auf den Verbrauch zu achten nicht belohnt wird. Die Hausmeister haben geistig abgeschaltet weil sie am unteren Ende der "Nahrungskette" Geld verdienen und von manchen wie die letzten Menschen behandelt werden und soviele Kollegen sind es auch nicht, das sich einzelne Engagierte nicht tot latschen müssten um auf solche Umstände einen Blick halten zu können.

Das ist wie ein Teufelskreis, es wäre mehr möglich und mehr nötig, aber keinen Interessiert es so richtig, wenn es Einen nicht persönlich betrifft.

Montag, 30. Januar 2017

Darf es noch eine Besprechung mehr sein?

Ich finde es interessant das man Heutzutage Besprechungen wohl als wichtiger erachtet als dem "Kunden" im Kerngeschäft wirklich weiter zu helfen. Nicht falsch verstehen, wenn man sich zwei, drei Mal im Monat zusammen setzt um aktuelle und geplante Sachen durch sprechen ist das Ok und wichtig.

Es gibt laut Zeugenaussagen in bestimmten Bereichen jeden Tag eine, oder sogar mehrere Besprechungen und da wirds albern. Macht vor allem dann Spaß wenn man ernsthaft versucht Kollegen zu erreichen.

Bürokratie ist in manchen Angelegenheiten wichtig, aber wenn man Probleme zerlabert wird auch keinem geholfen.

Mittwoch, 18. Januar 2017

Arbeitsmoral und die Nebenwirkungen

Sagt man den Deutschen nicht Disziplin, Fleiß und Pünktlichkeit nach? Oder ist das ein Märchen was wir gerne im Ausland an Sagen und Mythen über uns selber aufrecht erhalten? Als ich mit der Ausbildung und Arbeit anfing fühlte ich mich dafür verantwortlich das ich die Arbeiten und die in mich gesetzten Erwartungen auch immer nach besten Wissen und Gewissen erfüllte. Selbst bei Aufgaben die man hätte dirigieren können. Ich war immer der Meinung das Zeugs was ich selber erledigen kann, selbst wenn es Hammerwerfer Aufgaben waren, auch selbst in die Hand nehmen kann.


Öffentlicher Dienst yo!
Wenn wir schon einmal bei Mythen und Sagen sind... immer wenn man erzählt das man dort arbeitet wirft einem jeder diesen "das nennst du Arbeit" oder "ich weiß schon was du da den ganzen Tag treibst" zu. Anfangs hat mich das genervt und ich habe meine Arbeit mit Herzblut verteidigt. Sicher gab und gibt es Zeitfenster wo man nicht viel machen kann und dann die Zeiten, wo man fast durchgehend unterwegs ist um seinen Job zu machen ... und wieder erntete man diesen "na sicher" Blick.

Wenn das Thema Heute mal auf den Punkt kommt, was man so zum Lebensunterhalt macht und es wieder Gefahr läuft so zu laufen, habe ich mir den ritterlichen Kampf abgewöhnt, dann kommt nur noch ein "und ... neidisch" von mir als Resonanz auf die beschriebenen Blicke. Wenn man ehrlich ist, ich glaube ein großer Teil der Arbeitnehmer hier sind so faul wie man dem gesamten Dienst unterstellt. Mal ehrlich, was nutzt es einem den Gegenüber davon überzeugen zu wollen das es sich um Vorurteile handelt, und der größte Teil reife, fleissige Kollegen sind, wenn sich genau solche Kollegen im Hintergrund Ekel und Nacktenbildchen per modernen Messenger und Smarktphone zuschicken und dabei wie die kleinen Schulkinder kichern, auf den PCs Sudoko spielen, oder andauernd zum Rauchen rausrennen und sich nicht gerade um Aufträge prügeln?

Da gibste irgendwann seelisch einfach auf. Entweder zerfrisst es dich früher oder später innerlich und du wirst ganz bekloppt, oder du arrangierst dich damit und gibst keinen "single F*ck" mehr darauf was die halbe Welt von deinem Job oder dir denkt.


Mitschuld, die Kunden.
Ich weiß garnicht mehr wie man Sie früher nannte, aber wo alles Hip und Modern klingen und sein soll sind es die Kunden. Wie ich vorher mal meinte, es gibt genug Kollegen, bzw. Kollegen in anderen Bereichen die unternehmen unterbewußt alles um den schlechten Ruf gerecht zu werden, aber es wird Zeit für uns auch mal eine Lanze zu brechen.

Was ich da hin und wieder erlebe lässt einen an dem normalen Verstand und Reife zweifeln. Da wird wegen wirklich jeden Mist unsere "Hotline" bemüht, da sind die Leute unfähig (oder zu geistig faul) die einfachsten Knöpfe zu bedienen. Ist es zuviel verlangt, ähnlich wie bei Fernseher oder Radios die Geräte einzuschalten und die gewünschte Quelle, den Sender zu wählen?

Angeblich wurde alles Probiert und man solle die armen Menschen doch nicht für Dumm verkaufen. Logisch, da macht eine ausgedruckte Anleitung schon mal mehr Sinn, wenn man darauf Kaffee oder Cola verschütten kann, oder sie verhindert, das Seminartische nicht wackeln. Überspitzt ausgedrückt natürlich (Zwinker, Zwinker).

Beliebt sind bei mir auch der Menschenschlag, die einen ins Gesicht lügen bei der Frage, ob Sie was verstellt haben könnten, vor allem wenn man genau das vorher in einem ruhigen und unbeobachteten Moment gesehen hat, das die Leute an etwaigen Drehreglern und Knopfen so herumgefingert haben wie Teenager anneinander, nachdem beide auf den Zetteln "willst du mit mir gehen" mit JA angekreuzt haben.

Wenn ich in einem fremden Haushalt bin stecke ich auch immer die Fernseh- oder Receiveranschlüsse um, weil ich dachte das man mit der Fernbedienung nur Nüsse knacken kann.

Wenn da On, oder Einschalten steht will man mich bestimmt nur verarschen und es macht bestimmt mehr Sinn direkt am Gerät herum zu schalten, vor allem wenn es sich um Beamer als Beispiel handelt, die an der Decke hängen. Erreicht man doch Top mit einem Zeigestock um dann als Krönoung sich zu beschweren, wenn der Beamer auf einmal überraschenderweise schief hängt. Logisch, ich drücke Einseitig unter dem Gerät herum und das Teil ist nunmal an der Halterung nicht einbetoniert.

Das ist ungefähr so als wenn man dem Nachbarn seine alten Fischabfälle in den Garten kippt um sich dann im Sommer bei Ihm zu beschweren warum es bei Ihm denn so stinkt.

Freitag, 6. Januar 2017

Die ungeliebten Helden des Alltags

Es gibt viele Sachen und Menschen die man im täglichen Leben vergisst, oder ausblendet. Ich hatte mich in älteren Blogs mal über die unbesungenen Helden ausgelassen, ob es um Polizei, Feuerwehr, Krankenhauspersonal und Pflegepersonal und ähnliches ging. Menschen die trotz Feierabendzeit, Nachts oder an WEs täglich ran müssen, wo wir "normalen" Arbeitnehmer uns nochmal im Bett herumdrehen, in Kneipen und Bars abhängen oder einfach nur faulenzen können.

Gerade im Winter und vor allem wenn die Jahreszeit ihre Bezeichnung mal den Namen verdient gibt es Menschen die mitten in der Nacht schon auf Tour sind, damit wir morgens mit unserem Auto soweit gewohnt zur Arbeit, zum Einkaufen oder Sport kommen. Auch nicht zu vergessen die Leute von der Müllabfuhr, die stunden lang an der Luft malochen, damit wir nicht im eigenen Dreck umkommen. Hat sich gerade im letzten genannten Fall mal einer Gedanken gemacht was wäre wenn wir unseren normalen Haus oder Sperrmüll selber entsorgen und zur Kippe bringen müssten?

Mir will es echt nicht in den Kopf das solche Berufsgruppen im Strassenverkehr manchmal Feindbild Nummer eins sind. Vorhin wieder im Radio gehört wie Sie Müll und Streudienst Fahrer befragt haben was so im Verkehr abgeht.

Wenn ich selbst unterwegs bin, egal ob zur Arbeit oder auch so ... klar im ersten Moment flucht man immer, oder muss tief, augenrollend durchatmen wenn man hinter so einem Wagen steht, oder schaut wie man daran vorbei huschen kann. Dann aber verfliegt der Ärger schnell wenn ich beobachte wie zum Beispiel Müllwagenbesatzungen bei Wind, Regen und kalten Temperaturen die teils übervollen Mülltonnen herumwuchten.

Ich sitze in meinem gemütlichen Wagen, die Heizung springt gerade wollig an und die armen Schweine müssen aufpassen nicht noch von Deppen angefahren zu werden die mal so garkeine Geduld haben, oder sich... wie sollte es auch anders sein, für den Nabel der Welt halten. Ich gehe mal bewußt nicht auf meine in der Hinsicht beliebten Automarken ein, die vermehrt solche Fahrer haben.

Man muss zugeben, es gibt auch unter den für mich Helden des Alltags Arschl... ich meine .... unfreundliche und unbedachte Leute, die wahrscheinlich extra beknackt stehen/parken, oder sich viel Zeit lassen bei der Behinderung des Verkehrs, aber auf der anderen Seite kann ich auch verstehen wenn so selbst der ruhigste Malocher nach ner Weile der Kragen platzt und man in dem Sinne nur das so zurückt kriegt, was andere Autofahrer versaut haben.

Selbst wenn nun manche sagen ... gerade Strassenreinigungsmitarbeiter sieht man gerne mal länger an einschlägigen Pommes oder normalen Buden stehen, wo sie großzügige Pausen machen. Da muss man aber immer im Hinterkopf haben, das diese Menschen ihren festen Plan haben, körperlich bei Wind und Wetter arbeiten und vielleicht mit ihren Vorgaben so in der Zeit sind das Sie es einfach können.

Es gibt überall schwarze Schafe, aber generell wollte ich einfach mal eine Lanze für diese Berufsgruppen brechen.



Montag, 5. Dezember 2016

Und... Alles gut?

Es gibt keine Smalltalk Phrase die mir mehr auf den Zeiger geht. Häufig kurz nach der Begrüßung, dieses wie aus der Kanone geschossene "Alles Gut?". Fürchterlich sowas. Da wird zwischenzeitlich nicht mal Luft geholt damit man das direkt noch nachlegen kann, bevor man außer Sprechreichweite heraus ist.

Wie oft ich schon überlegte einfach mal Nein zu antworten und dann los zu legen. Oder erst einmal nen Test ob die Gegenseite überhaupt auf ein Nein reagiert, oder schon garnicht mehr zuhört.

Nein nicht alles gut, ich musste bei dem Wetter mein warmes Bett verlassen, in mein Auto setzten und meine Hände waren die ganze Zeit kalt. Die Heizung springt ja erst kurz vor Ende der Fahrt richtig an und ich finde es unheinlich gut wenn mir schlecht eingestellte Scheinwerfer dauernd von Hinten durch den Rückspiegel, oder von Vorne entgegen kommend voll ins Gesicht leuchten.

In meinem Kopf bekam das aber den Nachgeschmack von "Mimimimi" und ich hielt wieder meine Klappe, verzog das Gesicht leicht und antwortete Pflichtbewußt ... Alles Gut.

Montag, 21. November 2016

Im Westen nichts neues

Gestern gelesen das unsere Mama noch ne Runde machen will. Wer auch sonst? Gibt es überhaupt Alternativen zu Ihr? Ihr Mentor und Ziehvater hat ja auch 16 Jahre rumgebracht. Bin mal gespannt ob Sie extra danach noch zwei Jahre länger macht um Ihn zu übertrumpfen.

So langweilig wie die Lage im Land seit längerem ist, hat Sie da eh keine wirkliche Konkurrenz zu befürchten. Ich bin nicht sonderlich politisch informiert, oder gar interessiert, aber das ist schon so langweilig geworden, das man unser System eigentlich an eine eiserne Lunge anschliessen müsste.


Wer solche Kollegen hat ...
Es ist Montag, es ist .. naja war nass und dunkel draussen und es ist direkt nach dem Wochenende. Was macht man da gerne mal wenn einem vieles am Arsch vorbei geht? Richtig, mal auf Termine und die Kollegen scheissen und auf eigene Kappe krankfeiern.

Dann bin ich am Ende wieder der Böse wenn ich den Betreffenden nen Tag später einfach mal frech frage, ob er am WE wieder zuviel gefeiert hat?

Jeder hat mal schlechte Tage, nur nicht Jeder bleibt dann direkt auch mal Zuhause. Entweder bin ich besonders altmodisch oder einfach nur ein Trottel wenn ich immer versuche pünktlich da zu sein, wenn man es von mir erwartet, bzw. ich auch Termine wahrnehmen muss.

Was dem ganzen die Krone aufsetzt ist aber die lasche Handhabe ... ich glaube das ist die negativste Seite bei uns. Ich würde das Bürschchen einmal unter vier Augen die Meinung dazu sagen und wenn das nichts bringt, den direkt zum Vertrauens, bzw. Amtsarzt schicken. Krankentage mit der Auflage versehen, direkt ab dem ersten Tag ein Ärztliches Atest vorweisen zu müssen.

Wie gesagt, ich bin altmodisch und vielleicht sehe ich das auch zu verbissen, weil ich das System hier nicht so schamlos ausnutze. 

Donnerstag, 17. November 2016

Fremdes Eigentum

Ich weiß nicht was in anderen Menschen vorgeht.

Man kann es gut anhand unserer bereitgestellten Geräte sehen, solange sie öffentlich genutzt werden können wird es immer Leute geben die damit so umgehen, als würde nach Ihnen die Sinnflut ausbrechen. Zumindest kann die Meinung entstehen. Da werden Kabel abgeknickt, bzw. in Schranktüren eingeklemmt, Akkus nicht vernünftig in die Ladeschalen gelegt, Lampen angelassen obwohl nicht mehr benötigt und so weiter, die Liste würde sich bestimmt noch über eine DIN 4A Seite führen lassen mit Schriftgröße 4.

Wobei die Menschen die sich dann beschweren, das die Technik ja noch nie so richtig lief, oder die Geräte immer schon kaputt waren, auch nicht wirklich besser sind. Da kommt man dann halbwegs motiviert um zu helfen, oder Teile auszutauschen und man wird erstmal so angegangen, als hätte man extra kaputtes eingebaut. Wir sind nur ne Handvoll Laufburschen, aber wir schaffen es unter Garantie auch hunderte von Räume vor Acht abzugrasen um hier und da Zeugs zu schrotten.

Müssen diese Menschen irgendeinen Frust abbauen? Wurde Ihr Hund überfahren, oder Sie von Ihren Lebensabschnittspartnern betrogen? Verdient da der Partner, oder die Partnerin sogar mehr als man selber und deswegen baut sich so ein Minderwertigkeitsgefühl auf, selbst wenn man es offen nie zugeben würde und es schleichend unterbewußt passiert?

Alles wird sich nie ergründen lassen, weil frei nach Doktor House "Alle Patienten lügen".

Ich will nicht die Verantwortung für die Gesundheit anderer übernehmen, aber bei uns läuft es nicht anders.

Kommt man dazu wenn es Probleme gibt, oder versucht schon am Telefon zu ergründen ob man auch so weiterhelfen kann... kriegt man unter Garantie einen ähnlichen, oder genau den Satz zu hören, das man alles schon versucht hat. Selbst die Wege die man beschreibt woran es liegen kann.

Versucht man dann selber den Knopf zu drücken, die Technik einzuschalten ... oh wunder ... KLICK ... es funktioniert wie gedacht. Die Blicke der Personen sind dann Gold wert, wenn es sich dann auch noch um ziemlich arrogante und unhöfliche Zeitgenossen handelt, empfindet man dann zumindest kurzzeitig so eine innere Befriedigung, wie Sie einem nicht mal nach ner Runde kuscheln zuteil wird. Wie gesagt, kurz aber intensiv.